Michael Jackson

Erinnerung an Michaels heilende Stimme im Jahr 1987

Michael Jackson in Japan 1987

MJ war der einzige Gast bei der Geburtstagsparty von Akio Morita’s Frau. Mr. Akio Morita (Sony-Mitbegründer und Erfinder des Walkman) zeigte ihm einige seiner Spielzeuge, und MJ verbrachte den Abend damit, mit ihnen zu spielen wie ein Kind, erinnert sich Mr. Akio’s Frau. Als Mr. Morita erkrankte, schickte ihm Michael ein Genesungs-Tonband mit seiner Stimme darauf. Er sagte: „Es wird Ihnen bald besser gehen … Sie werden wieder sprechen.“


„Zum ersten Mal sah mein Mann Akio Michael 1987 im Yokohama-Stadion. Wir reisten von unserem Heim in Tokio nach Yokohama, da wir das Wochenende in unserer Villa in Hakone verbringen wollten. Wir waren einfach begeistert von seiner Musik und seinem unglaublichen Tanz.
Im Gegensatz zu heute gab es keine Handys und die Straßenverhältnisse waren schlecht, sodaß es bereits sehr spät war, als wir in der Villa ankamen. Nach der Ankunft erhielten wir einen Anruf aus unserem Haus in Tokyo, Michaels Manager habe wiederholt angerufen, weil Michael Mr. Morita sehr gern treffen wollte; also rief Akio eilig in Michaels Hotel an.

Michael dankte Akio, daß dieser zu seiner Show gekommen war und entschuldigte sich, da er das Gefühl hatte, seine Leistung sei nicht hundertprozentig gewesen. Seine Stimme war nicht in Bestform. Er lud uns ein, wiederzukommen und versprach eine bessere Performance.
Für Künstler gibt es kein Maximum – sie sind ständig bestrebt, es noch besser zu machen – bis hin zu einem Punkt, der fast maßlos genannt werden könnte.

In der Folge war Michael zur Zeit meines Geburtstages in Japan und kam zu einer Party bei mir zu Hause, wo dieses Bild aufgenommen wurde.
Als Vegetarier mied er Fleisch und Fisch, und wie Sie sehen, hatten wir einen großen Teller Twenty Century (asiatische) Birnen vorbereitet, die gerade Saison hatten. Ich erinnere mich nicht, daß jemand außer ihm sie gegessen hätte; und dieser Tag blieb bis zum heutigen Tag ein Gesprächsthema in unserem Haus.

Er fand einige von Akio’s Spielzeugen, wie ein mechanisches Klavier, eine Musik-Box, eine Mini-Drehorgel und eine Aufnahme aus dem Edison Museum, und verbrachte den Abend damit, mit ihnen zu spielen wie ein Kind.

Während seines Aufenthalts in Japan besuchte er die Sony-Zentrale, die CBS Sony Studios in Shinnanomachi, Sony Media World, das Ginza Sony Building und so weiter, stellte viele Fragen und ergatterte die neuesten Sony-Produkte.
Wie versprochen wurden wir 1992 zu seiner Performance im Tokyo Dome eingeladen. Das Studio war immer für offizielle Backstage-Fotos eingerichtet und wir machten viele entzückende Fotos, die später vom Künstler unterzeichnet wurden.
Die HIStory Tour kam im Dezember 1996 zum Tokyo Dome. Akio war zu dieser Zeit bereits krank und ich erinnere mich mehr nicht an die Details, doch ich ging zum Capitol Tokyu, wo sich Michael aufhielt und fuhr mit ihm zusammen zum Dome. Viele Fans umringten das Auto und andere folgten mit Taxis. Wenn wir an roten Ampeln anhielten, reichten ihm Menschen Papiere oder Taschentücher. Er signierte sie schnell und meine Aufgabe war es, sie zurückzugeben. Er gab zwischen dem Hotel und dem Tokyo Dome so vielen Menschen Autogramme, doch er verzog nicht ein einziges Mal das Gesicht. Er signierte sie fröhlich, und als ich neben ihm saß und half, dachte ich, was einwirklich netter Mensch er war.

Er freute sich wirklich auf Akio. Im Jahr 1995 veröffentlichte er HIStory und hatte zu dieser Zeit eine besondere Tafel angefertigt, um sie Akio zu überreichen, sowie ein signiertes Album.

Auf der Tafel stand:
„Dieses Album mit meiner Musik ist Akio Morita herzlichst gewidmet … für unsere immerwährende Freundschaft. Wir leben den gleichen Traum, für immer … Mit all meiner Liebe“

Nachdem Akio im Oktober 1993 erkrankt war, kam die erste Unterstützungsnachricht, die uns aus dem Ausland erreichte, von Michael Jackson.
Es war ein Genesungs-Tonband, das er selbst besprochen hatte. Er sagte: „Mr. Morita … Mr. Morita“, viele Male, und auch Sätze wie: „Es wird Ihnen besser gehen … Sie werden wieder sprechen „, und auch einen sanften Song, den er auswählt hatte.
Er enthielt auch einen handschriftlichen Brief, in dem stand: „Spielen Sie es drei Mal am Tag ab, kurz vor dem Erwachen, vor dem Schlafengehen und am Mittag. Michael Jackson.“

Das Etikett der Videokassette, geschrieben von Michael

Ich spielte es jeden Morgen zehn Minuten, bevor Akio aufstand, und jeden Abend, wenn ich ihn ins Bett brachte, sechs Jahre lang, bis er starb.
Im Jahr 1998 performte Michael in Honolulu, Hawaii. Akio in einem Rollstuhl schiebend gingen wir, um die Show im Aloha Stadium zu sehen, und am nächsten Tag besuchte uns Michael in unserer Villa. Ich kann nicht sagen, wie überglücklich Akio war, und bis heute vergesse ich nicht seine Güte in dieser Zeit.
Es ist zehn Jahre her, seit Akio verstarb. Michael betrachtete Akio als einen geachteten Lehrer und Freund. Oft stellte er Fragen wie „Wie kann ich junge Menschen besser erreichen?“, „Was kann ich tun, um mehr respektiert zu werden?“, und „Wem kann ich vertrauen?“
Michael konnte niemandem vertrauen, und er fand Trost bei Kindern und Tieren. Nun kann er in der Geborgenheit und dem Frieden des Himmels ruhen, unbehelligt von anderen.
Viele Male rief er mich an und sagte: „Ich brauche Ihre Hilfe“. Das war vor zehn Jahren, und ich bedaure, daß ich zu dieser Zeit, als Akio’s Zustand am schlimmsten war, nicht in der Lage war, auf ihn einzugehen. Es tut mir so leid für Michael. Doch nun, daran glaube ich, ruht er friedlich an einem glücklichen Ort.“

Yoshiko Morita, 7. Juli 2009

Quelle: love4mj / Übersetzung: Pearl Gefunden: MJNet

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Seltsames Genie
Von Lauren Trainor

Seltsam? Vielleicht. Verständlich? Sicher. Ein Genie? Oh ja!
Woran denkst du, wenn dir das Wort „seltsam“ begegnet? Löst es etwas in deinem Inneren aus, das den Beschreibungen „fremd, anders und vielleicht verrückt“ entspricht? Assoziierst du mit diesem Wort sofort eine Person oder Persönlichkeit?

Normalerweise handelt es sich um jemanden, den wir gar nicht persönlich kennen, doch der Eindruck wurde uns sozusagen in unseren Verstand eingraviert und wird oft von dem Gedanken begleitet: „Mein Gott, welch eine merkwürdig auftretende, handelnde, klingende Person!“ Doch es ist nicht immer als abfällige Bemerkung gemeint, es kann auch Zärtlichkeit und Bewunderung ausdrücken oder auch stechende Eifersucht. Auf mich wirkte Sir Elton John für einige Jahre etwas seltsam. Mit seinem extravaganten Outfit und seinen Possen auf der Bühne; unterhaltend und witzig, doch definitiv seltsam angesichts dieser Zeit mit seinen musikalischen Gepflogenheiten. Die Jahre liebevoller Beurteilung verschwanden, gemeinsam mit Eltons Entenkostüm und seinen irren Brillen. Ich fand Jaggers Bewegungen seltsam, genau wie Onos Stimmumfang und zurzeit frage ich mich, was genau eine „Gaga“ ist.

Und dann gibt es da Michael. Vor kurzem fiel mir auf, dass der Begriff ständig während Interviews benutzt wurde, wenn jemand fragte: „Findest du ihn und sein Verhalten seltsam?“ und dann spüre ich da einen kurzen Moment der Erleichterung, dass nicht ein noch verächtlicherer Begriff, wie so oft in der Vergangenheit geschehen, benutzt wurde. „Seltsam“ wird definiert als „deutlich abweichend von der Norm, vom Alltäglichen oder von dem, was allgemein anerkannt wird“. Auf der anderen Seite beschreibt der Begriff Genie jemanden, der „in jedem Bereich umwerfend ist“. Genie bedeutet „seltsam“, ungewöhnlich, speziell, einzigartig, einer wie sonst keiner, begabt….Michael. Die Geschichte stellt weitere Beispiele über Menschen zur Verfügung, die den „Genie-Faktor“ besaßen: Michelangelo, Händel, Picasso, Barischnikow, Pavarotti, Garland, alle passen hervorragend in diese Kategorie.

Neben seinen vielen Begabungen war Michael ein Experte, ein Genie als Showmensch und Entertainer. Er verstand es instinktiv, Mysterium und Faszination aufrechtzuerhalten. Eine einfache Maske löste Fragen und etliche Theorien darüber aus, was wohl dahinter stecken mag. Neben der Aufmerksamkeit, die er dafür erntete, kann es Bestrebungen gegeben haben, Kameralinsen zu behindern und sich ein Quäntchen Privatsphäre in seiner sehr öffentlichen Welt zu bewahren. Dunkle Sonnenbrillen und ein Hut ergänzten seine Persönlichkeit, wurden als Wiedererkennungswert eines Superstars eingesetzt und beschützten gleichzeitig eine scheue Persönlichkeit.

Seltsam? Vielleicht. Verständlich? Sicher. Ein Genie? Oh ja!

Michael erntete mit seiner Kleidung, seinem Verhalten, seiner Lebensweise, seinen Lebensentwürfe genauso viel Kritik wie liebevolle Worte. Warum? Warum, warum, wenn heute Stars ein Verhalten an den Tag legen, das viel weiterreichender ist, als seines, die in fragwürdiger Kleidung, mit fragwürdiger Musik mit fragwürdigen lyrischen Inhalten auftreten und sich in der Öffentlichkeit daneben benehmen? Michaels musikalisches Werk wirbt für Hoffnung und Liebe und Sorge um die Menschen, nicht für Sex und Drogen und die Konzentration auf sich selbst, wie es in der heutigen Zeit so weit verbreitet ist. Wer sonst sang über und für unsere Mutter Erde und wer hält uns, außer Michael, nun die Hand über alle Grenzen von Zeit und Raum hinweg? Und wer sonst bewegt weltweit und in Stille Körper und Herzen auf diese besondere Art? Wer, außer Michael, teilt noch mit uns seine Liebe zu Kindern allen Alters, diese stets vorhandene geheimnisvolle Atmosphäre, die in der Musik, die er schrieb, lebt und atmet?

Michaels märchenhaftes Zuhause wurde von vielen als seltsam angesehen. Karussells wie in einem Vergnügungspark, Kinos, Statuen, phantasievolle Gemälde, Musik und Blumen, alles erschaffen und zur Verfügung gestellt, um andere zu heilen und ihnen mit besonderen Erinnerungen daran, Freude zu bereiten. Wir alle haben solche Erfahrungen in unserem Leben gemacht, der Unterschied ist nur, uns steht es frei, uns auf der Welt zu bewegen und eine Kirmes oder das Kino, Museen oder Gärten der Stadt zu genießen. Michael konnte sich auf öffentlichen Plätzen nicht frei bewegen, also sammelte er all die freudvollen Erfahrungen der Menschen, hütete sie wie einen Schatz uns erschuf sich sein eigenes Zuhause. Um es dann selbstlos mit anderen zu teilen. Wer tut so etwas? Wer wird so etwas jemals wieder tun?

Michaels Stimme löste in manchen Bestürzung aus. Man stelle sich das mal vor! Eine sanfte, ruhige Stimme und „Musikinstrument“, das stete Wachsamkeit und Schutz erfordert, damit sie erhalten bleibt und weiterhin anderen Freude bereitet. Selbst ein Nicht-Musiker erkennt die Notwendigkeit und den einfachen Sinn darin, diese Gabe zu erhalten. Michael war beruflich darauf angewiesen, seine Stimme für seine Auftritte zu schonen. Familiäre Ähnlichkeiten in Tonlage und Tenorstimme waren und sind offensichtlich. Manche sahen Seltsamkeit, andere Anziehungskraft, die Wahrheit jedoch liegt einfach und letztendlich in seinem Beruf.

Und Kinder? Michael liebte sie, alle, überall. Manche suchten Dunkelheit, doch die Wahrheit liegt in einer einzigartigen Verbindung zum Herzen. Michael trug sein Leben lang Unschuld in sich, er stand mit Kindern in Verbindung, er liebte und schätzte sie. Er spielte und sang und erschuf Dinge, einfach, weil es sie gab. Er passte auf sie auf, begeisterte und inspirierte sie, nach den Sternen zu greifen, der Star zu werden, der er war und immer noch ist. Das Meisterwerk eines liebenden Herzens, vom Schöpfer erschaffen, perfekt in seiner Einfachheit, da aus den „Händen des Schöpfers“ geformt. Gott erschafft Genies manchmal wie ein Geschenk, das man wie einen Schatz hüten und nah bei sich tragen soll, ohne zweite Chance, ohne „noch einmal“, ohne Wiederholung. Dies erkennen wir und feiern es…oder wir verlieren es.

Meine Antwort auf Michaels Seltsamkeiten heißt: „Ja, ja das war er.“ Wunderbar seltsam und kraftvoll genial. Das ist der Grund, warum er vermisst wird. Die Welt hier ist anders ohne ihn und wir alle spüren dies auf gewisse Weise. Es sind sehr seltene Menschen, diese Genies. Zu irgendeiner Zeit von dem „Einen“ mit einem dicken Pinsel, in Gnade getaucht, berührt, wandeln sie bisweilen unter uns…und manchmal bemerken wir es nicht, bis die Schritte verhallen und nur noch die Spuren übrigbleiben.
Michael befand und befindet sich noch immer in deren Gesellschaft. Das seltsame und wunderschöne Genie. Der eine, den wir mehr lieben, den wir am meisten lieben.

Quelle

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