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Senna

Es gibt Menschen, die begleiten einen ein Leben lang, und man vergisst sie. Und es gibt Menschen die einen nur ein kleines Stück weit begleiten und Du hast sie immer in deinem Herzen.  Erst heute ist mir dieser Spruch wieder bewußt geworden. Heute als ich den Dokumentarfilm „Senna“ gesehen habe. Der Film läuft schon seit längerem, aber wurde erst heute bei uns im Kino gezeigt.

Ich erinnere mich noch so genau an die 1.Mai 1994, dem Tag als Ayrton Senna von uns ging. Ich weiß auch noch das ich mir genau in dem Moment die Haare gekämmt habe, als sein Auto in die Mauer einschlug. Und ich erinnere mich daran das die Sonne geschienen hat. Imola, dieser Name ist für mich unveränderbar mit Ayrton Senna verbunden. Kurz vor seinem Tod sagte er „Imola ist sehr schnell und das fast überall…Mein Auto ist hier wieder sehr nervös… Unser Problem, dass der Wagen sehr unruhig ist, haben wir noch nicht im Griff. Ich gebe zu, ich fühle eine gewisse Ohnmacht, wenn ich dran denke, daß wir hier morgen starten.“ (Buch: „Ayrton Senna Leben am Limit“ – Senna Interview mit Burkhard Nuppeney Seite 129).

Damals war ich 13 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt war ich Formel 1 und Schumi Fan. Erst heute ist mir bewußt geworden das ich nie ein Michael Schumacher Poster in meiner Zimmer hängen hatte. Aber eines von Ayrton. Und das hing gut und gerne über 10 Jahre an meiner Türe. Jedesmal wenn ich die Treppe hinaufging sah ich Ayrton.  Ich frage mich warum mir das erst heute so richtig bewußt geworden ist.

Als ich heute den Film sah, hatte etwas merkwürdiges, trauriges, als er in einem Interview darüber sprach das das Rennfahrerleben nur ein paar Jahre dauert.  Und dann hat man ja noch gut und gerne mindestens die Hälfte seines Lebens vor sich. Wenn ich mich recht erinnere war dieses Interview von 1992. Seit ich begann Formel1 zu sehen, hatte Ayrton immer etwas maschinenhaftes an sich, jedenfalls hatte ich das damals so für mich empfunden. Ich weiß nicht warum. Und irgentwie hat diese Doku den Menschen Senna für mich in ein anderes Licht gerückt.  Ich denke dieses Zitat seiner Freundin Adriane Galisteu
sagt einiges über ihn aus.

Sein großzügiges Herz bereitete heimlich eine Überraschung vor. An Stelle der brasilianischen Fahne, die er an seinen Siegestagen schwenkte, hatte er bereits einen Freund beauftragt, daß er eine österreichische Fahne besorge. Das wäre seine Ehrerweisung an den verunglückten Ratzenberger gewesen. Ein Anfänger in der Formel 1. Für Ayrton jedoch gab es keine Hierarchien, weder im Leben noch im Tod. Er vertraute mir seine Geste an. Ich schwöre, daß ich es jetzt war, die das Schluchzen in der Kehle hatte. [Das erklärt auch die Österreichische Flagge, die später im Williams von Ayrton Senna gefunden wurde…] Quelle 

RIP Ayrton

a hero get remembered but  a legend never dies